Die fünf Merkmale
Ein Zeichen, fünf Merkmale
Runderneuerte Reifen unterscheiden sich in der Qualität je nach Unternehmen und Verfahren. Ein staatliches Qualitätszeichen gibt es dafür nicht. Die Partner der Initiative Runderneuert haben deshalb ein eigenes Zeichen mit fünf Anforderungen an runderneuerte Pkw- und Nfz-Reifen festgelegt. Runderneuerungsunternehmen können es beantragen, wenn ihre Reifen alle fünf erfüllen.
Anforderungen an Pkw- und Nfz-Reifen
1. Made in Europe
Reifen mit dem Qualitätszeichen werden ausschließlich in Europa runderneuert.
2. Sicher & Geprüft
Runderneuert werden nur Karkassen, die sich dafür eignen. Jede Karkasse wird vorher geprüft, unter anderem mit Shearografie. Das laserbasierte Verfahren macht Schäden im Inneren des Reifens sichtbar, die von außen nicht zu erkennen sind. Ungeeignete Karkassen werden aussortiert.
3. Leistungsstark
Die neue Lauffläche entsteht aus Gummimischungen, die auf den Einsatzzweck des Reifens abgestimmt sind. Während der Fertigung wird die Qualität in mehreren Schritten kontrolliert.
4. Zuverlässig
Die Unternehmen fertigen in industriellen, standardisierten Prozessen und arbeiten mit einem Qualitätsmanagement nach ISO 9001, wie es die ECE-Genehmigung vorschreibt. So entsteht jeder Reifen nach denselben Vorgaben.
5. Wiederhergestellt
Aus der geprüften Karkasse entsteht ein Reifen mit neuer Lauffläche. Vor der Auslieferung durchläuft er eine Endkontrolle, auch hier mit Shearografie.
Für alle runderneuerten Reifen in der EU ist eine Genehmigung nach ECE-Regelung 108 (Pkw) oder 109 (Nfz) vorgeschrieben. Sie ist Voraussetzung für das Qualitätszeichen, aber kein zusätzliches Merkmal. Darüber hinaus sprechen weitere Werte für die Qualität eines runderneuerten Reifens: eine niedrige Reklamationsquote, geringe Toleranzen bei Höhen- und Seitenschlag und Unwucht und ein hoher Automatisierungsgrad in der Fertigung.
So wird das Qualitätszeichen für Runderneuerte vergeben
Das Qualitätszeichen vergibt die Initiative Runderneuert, eine Projektgruppe der Allianz Zukunft Reifen (AZuR) und ihrer Partnerunternehmen. Es ist kein staatliches Zeichen und keine Zertifizierung durch eine unabhängige Prüfstelle.
Runderneuerungsunternehmen beantragen das Zeichen mit Unterlagen, die alle fünf Anforderungen belegen, zum Beispiel ECE-Genehmigung, ISO-9001-Zertifikat und Beschreibung der Prüfschritte. Die Initiative prüft die Unterlagen und gibt das Zeichen danach frei.